Dienstag, 26. Februar 2013

Frage der Optik

Der Bauer und sein Sohn
Der Bauer steht vor seinem Feld
und zieht die Stirne kraus in Falten.
"Ich hab den Acker wohlbestellt,
auf reine Aussaat streng gehalten;
nun seh mir eins das Unkraut an!
Das hat der böse Feind getan!"

Da kommt sein Knabe hochbeglückt,
mit bunten Blüten reich beladen;
im Felde hat er sie gepflückt,
Kornblumen sind es, Mohn und Raden.
Er jauchzt: "Sieh, Vater, nur die Pracht!
Die hat der liebe Gott!" gemacht!"
c: Julius Karl Reinhold Sturm

Kommentare:

  1. So schön! Ja, je nach Standpunkt und Einstellung kann die Wahrnehmung oft bis zum Gegenteil variieren.
    Liebe Grüsse,
    Brigitte

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  2. Da sieht man wieder mal, wie von einem anderen Blickwinkel aus betrachtet, etwas, was man nicht wünscht, sich zur Schönheit entwickelt. :-)

    Ich schicke dir ganz liebe Grüße
    Christa

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  3. Ein wunderschön leuchtendes Rot des Mohns und der liebe Gott wird wohl gewusst haben, wieso er sie so gemacht hat ;-)

    Lieber Gruss
    Elisabeth

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